Deutsche Anteilnahme

Wen wundert´s, dass nach dem Erdbeben und Tsunami in Japan und der Gefahr von AKW GAU´s sich dann gleich in gewohnt deutsch-links-grün schulmeisterlichen Ton Stimmen in der hiesigen Presse meldeten, die glatt meinten, dass die Katastrophe in Japan ja doch auch „etwas Gutes“ hätte, denn nun würden die Japaner endlich nachdenken, und einsehen wie verwerflich ihr bisheriges Tun war. Diese Töne sind ja nix Neues, man mag es ja auch sonst gerne anmerken, dass die Juden (böse Israelis) es ja eigentlich besser wissen müssten, weil sie ja Auschwitz erlebt haben, so als ob ein KZ eine Besserungsanstalt wäre.

Wohl ca. 60.000 Menschen fanden sich heute zu einer Menschenkette in Schwaben zusammen, um gegen Atomkraft zu protestieren, und darunter werden sich zweifelsohne auch welche befunden haben, die ansonsten zustimmende Konsumenten deutscher linker oder grüner Zeitungen und Pamphlete sind, in denen sonst immer so vehement das „Recht“ der islamischen Republik Irans auf „friedliche Nutzung der Kernenergie“ eingefordert wird.

Ein anderes Beispiel deutscher Anteilnahme zeigte sich heute in einem Dialog auf einer Kundgebung in einer deutschen Großstadt. Ca. 50 aus dem Iran stammende Menschen hielten eine Protestkundgebung ab, um auf die Verbrechen der islamischen Regierung Irans gegen die Menschheit aufmerksam zu machen. Ein Mann so zwischen 60 und 70 nähert sich einer Menschenrechtsaktivistin, die Flugblätter verteilt, mit Leuten diskutiert, usw…. Der Dialog hier in etwa sinngemäß rekonstruiert:

Mann: „Ja… hallo… ich würde sie gerne etwas fragen wegen Iran, es geht hier ja um den Iran, nicht?“

Aktivistin. „Ja, stimmt, dies hier ist eine Kundgebung zum Thema Iran.“

Mann: „Ja … also, ich wollte da fragen wegen den …äh… Unruhen im Iran und so, von denen man ja immer wieder hört, weil, wir hatten ja eigentlich vor im September in den Iran zu reisen…“

Aktivistin: „Bei diesen ‘Unruhen’ handelt es sich darum, dass schon über Jahre Tausende und Millionen Iraner unter Lebensgefahr gegen eine menschenverachtende islamische Regierung protestieren, weil sie dieses faschistische und diktatorische Regime endlich loswerden wollen.“

Mann: „…ja…äh…. hmm… also wie ist es denn so mit den Verkehrsmitteln im Iran?“

Aktivistin: „Eigentlich so wie überall anders auch, es gibt, Busse, Taxis, usw…“

Mann: „….ähm… ja…. also z.B. die Taxis und so… wie sind denn im Iran die Taxis so, was kostet denn z.B. eine Taxifahrt vom Flughafen in die Innenstadt?“

Aktivistin: „Ich bin schon seit Jahren nicht mehr im Iran gewesen, und ich kann unter dieser Regierung auch nicht in den Iran einreisen. Also weiß ich nicht, was da jetzt eine Taxifahrt kostet.“

Mann: „…ja…äh… wo kann ich mich denn informieren?“

Aktivistin (genervt, weil sie keine Zeit hat, und weil es sie abstößt, wie unempfindlich dieser Mensch ist, und nicht sieht, dass es auf dieser Kundgebung um die Verbrechen des islamischen Regimes geht, und hartnäckig darauf beharrt, wohl sich in einer Art Touristeninformation zu seinen Diensten zu befinden): „…also wenn sie z.B. in Spanien oder sonstwo eine Urlaubsreise machen wollen, informieren sie sich dann nicht vorher im Internet? Oder gehen sie doch in ein Reisebüro, kennen sie das iranische Reisebüro am Bahnhof?“

Mann: „…ja, kenne ich… äh… also ich wollte noch fragen, ob die Busse im Iran…“

Aktivistin: „Gehen Sie bitte in das Reisebüro und fragen sie dort weiter.“

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