Richard Herzinger auf WELT-Online – “Der Westen muss Irans enthemmtes Regime ächten”

Richard Herzinger schrieb eine kurze Anteilnahme und einen Klartext, so wie man ihn in anderen “Qualitätsmedien” wohl kaum finden wird. Z.B. glänzte ja gerade die Taz dadurch, dass Bahman Nirumand verkünden durfte, dass im Iran am 14.02.2011 alle stillschweigend protestiert hätten, während per youtube die Videos um die Welt gingen, wo die mutigen Menschen im Iran lauthals auf den Strassen „Mobarak, Ben Ali, nobatete Seyd Ali! (Mubarak, Ben Ali, jetzt bist Du dran, Khamenei!)“ und „Marg bar Khamenei! Nieder mit Khamenei!“ riefen.

Richard Herzinger schrieb sehr zutreffend: „Jetzt können wir gespannt sein, ob der iranischen Opposition hierzulande ähnliche Sympathiewellen entgegenschlagen werden wie der ägyptischen – ob etwa linke und “euroislamische“ Wortführer auch in diesem Fall flammende Bekenntnisse zur Demokratie abgeben werden wie anlässlich des Sturzes Mubaraks.

Oder ob ihre Begeisterung darüber nicht doch eher der Erwartung einer strategischen Schwächung des Westens und Israels im Nahen Osten galt. Diese Aussicht ist jedenfalls das Motiv für das Triumphgeheul, das die Machthaber des Iran über die erfolgreiche ägyptische Revolution angestimmt haben. Nichts wäre mehr zu wünschen, als dass dies für sie nun zum Bumerang wird. “

Tja…. das Schweigekartell aus linken deutschen Friedensfreunden, Linkspartei, NGOs, Grünen, und anderen Palästina-“Experten”, die im Sommer 2009 ihr Bestes taten, die iranische Revolution kleinzureden und totzuschweigen, und ihr bis auf ein paar wenige laue, halbgare Lippenbekenntnisse komplett die Solidarität verweigerten, genau solche Leute kamen hier und da auf einmal aus ihren Löchern, um auf deutschen Strassen für die Menschen auf dem Tahrir-Square in Cairo zu demonstrieren. Auf einmal waren sie da, die großen Friedensfreunde von der Gesellschaft für bedrohte Völker, der Linkspartei, Medico International, usw… um Menschenrechte und Demokratie in Ägypten anzumahnen. Ist schon klar, dass sie jetzt wieder den mutigen Kampf der freiheitsliebenden Menschen im Iran komplett verraten und totschweigen werden. Aus genau den Gründen, die Richard Herzinger in seinem Artikel genannt hat.

Herzinger endete seinen Artikel mit der einzig richtigen Forderung: „Das mörderische Regime in Teheran muss endlich politisch und wirtschaftlich vollständig isoliert und konsequent geächtet werden.“

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