Für die Kulturfreunde von rechts bis links…

“Wir hatten den Eindruck, dass die Debatte über den Multikulturalismus, wie sie innerhalb und außerhalb Dänemarks geführt wurde, in eine Sackgasse geraten war. Auf der einen Seite gab es einen unübersehbaren Aufschwung des nationalistischen Populismus, der den Wert der Nationalkultur betont und von den Immigranten und von allen anderen, die in irgendeiner Weise von der Leitkultur abweichen, die größtmögliche Anpassung verlangt. Auf der anderen Seite gab es den Multikulturalismus der Linken, der die Gleichberechtigung verschiedener Kulturen verteidigt und weitgehende Sonderrechte für die Angehörigen der Minderheitskulturen fordert. Diese beiden Strömungen empfinden einander als diametrale Gegensätze, wir meinen aber, dass sie in Wahrheit eng miteinander verwandt sind. Denn es handelt sich in beiden Fällen bloß um verschiedene Varianten des Kulturalismus.”
 

“Glauben Sie, dass diese beiden Formen des Kulturalismus sich ihrer Affinität bewusst sind?

Meistens nicht; und deshalb werden ihre Vertreter auch so wütend, wenn man ihnen ihre Gemeinsamkeiten vor Augen führt. Sie sehen die Vertreter der anderen Variante immer noch als ihre Erzfeinde an.”
 
Diese Zitate sind aus einem Interview, welches die Jungle World vor kurzem mit Frederik Stjernfelt geführt hat.

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